Dresden
ANTRÄGE DER FDP-FRAKTION IM DRESDNER STADTRAT

Aufwertung des Rosengartens in der Dresdner Neustadt - Pflegezustand verbessern, Schäden beseitigen, Sitzgelegenheiten umgehend reparieren
(eingereicht am 26.04.2013)

Beschlussvorschlag:

Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, den Pflegezustand des Landschaftsgartens
„Rosengarten“ in der Dresdner Neustadt dadurch zu verbessern, dass umgehend die Sitzbänke repariert, Schäden beseitigt und Bänke, wenn nötig, durch neue ersetzt werden, damit der Rosengarten von den Dresdnern und den Besuchern der Stadt wieder als Ruhepunkt und Ort der Erholung genutzt werden kann.

Begründung:

Der Rosengarten in der Dresdner Neustadt am Carusufer zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Löwenstraße direkt an der Elbe ist einer der schönsten Landschaftsgärten der Landeshauptstadt. Die nach Plänen des Stadtgartendirektors Heinrich Balke gestaltete Anlage ist fast 80 Jahre alt, etwa 33.000 Quadratmeter groß und steht mit seinen Grünanlagen, Pflanzungen, vor allem natürlich den Rosen, Wegen, Bauwerken und Plastiken unter Denkmalschutz. Für die Neustädter insgesamt, ganz besonders aber für die angrenzenden Schulen, Kindertagesstätten, Seniorenwohnheime und das Diakonissenkrankenhaus stellt der Rosengarten ein Kleinod und einen idyllischen Ruhepunkt und Erholungsort dar.

Bereits seit Jahren ist bekannt, dass der Park eine grundlegende Instandsetzung benötigt, leider fehlen für eine solche Instandsetzung die finanziellen Mittel. Während sich die Grünanlagen trotz des Instandsetzungsbedarfs noch in einem insgesamt akzeptablen Zustand befinden und auch einer sachgemäßen Pflege unterzogen werden, ist der Zustand der Sitzbänke im Rosengarten erschreckend und das nicht erst seit diesem Jahr. Es ist unerklärlich, wieso es die Stadt nicht wenigstens geschafft hat, die Bänke regelmäßig mit einem neuen Anstrich zu versehen. Wären die Sitzgelegenheiten einer kontinuierlichen Pflege und Wartung unterzogen worden, wäre der inzwischen eingetretene Schaden mit Sicherheit geringer oder sogar vermeidbar gewesen. Leider ist zu lange nichts getan worden, weshalb viele Bänke von Verwitterungsschäden gekennzeichnet und verschlissen sind bzw. schlichtweg vor sich hin gammeln. Einige weisen Vandalismusschäden auf.

Im Rosengarten stehen 84 gleichartige, weiße Holzsitzbänke sowie 22 dazu passende Papierkörbe. Inzwischen sind alle Bänke (und auch die Abfallbehälter) sanierungsbedürftig und müssen als Sofortmaßnahme mindestens mit einem neuen Anstrich versehen werden, um ein gefahrlose Benutzung der Bänke wieder zu ermöglichen. Mehrere Bänke weisen so schlimme Schäden auf, dass sie repariert oder komplett ersetzt werden müssen.

Es besteht dringender Handlungsbedarf und das nicht nur, weil die Neustädter, aber auch die Touristen auf dem Elberadweg den Rosengarten in der schönen Jahreszeit nutzen können sollten. Nach unseren Informationen findet Mitte/Ende Juni unter dem Motto „100 besondere Orte der Landschaftsarchitektur“ eine Begehung des Rosengartens mit dem Bund der Landschaftsarchitekten Deutschlands statt. Es ist unvorstellbar, dass sich die Stadt Dresden mit derart ungepflegten Stadtmöbeln einem deutschlandweit agierenden Experten- und Multiplikatorenkreis präsentiert. Auch stellt sich die Frage, wie das derzeitige Erscheinungsbild zum Wettbewerb „Entente Florale Europe“ passt? Zum Pflegegegenstand gehören eben nicht nur die Rosen, Pflanzungen, Grünflächen und Wege, sondern auch das Umfeld.

Der aktuelle Zustand der Bänke im Rosengarten lässt es nicht zu, auf eine Fortschreibung und Ausweitung des Bankkonzeptes für die Innenstadt auf diesen Bereich zu warten. Gleichwohl zeigt das innerstädtische Bankkonzept einen Gestaltungs- und Umsetzungsrahmen auf, der eine schnelle Beseitigung des aktuellen Missstandes erlaubt. So sollten auch für die Finanzierung dieser Sofortmaßnahme Spenden in den Fonds Stadtgrün eingeworben und auf Spenden in diesem Fonds zurückgegriffen werden. Dafür muss öffentlichkeitswirksam geworben werden. Darüber hinaus stehen unter dem Haushaltstitel der Sammelmaßnahmen des Teilfinanzhaushaltes des Amts für Stadtgrün und Abfallwirtschaft insgesamt 222.000 Euro 2013 für investive Maßnahmen wie beispielsweise Bänke in Park- und Grünflächen zur Verfügung.

Peter Joseph Lenné (1789-1866) sagte einmal: "Nichts gedeiht ohne Pflege und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert". Dem ist nichts hinzuzufügen.