Dresden
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28.10.2013 | Kulturpalast
FDP fordert, Wandbild "Der Weg der roten Fahne" am Kulturpalast kulturpolitisch einzuordnen und in historischen Kontext zu setzen

Die FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat setzt sich für die Errichtung einer Erinnerungsstele bzw. Informationstafel auf dem Platz an der Westseite des Kulturpalastes ein, an dem das Wandbild „Der Weg der roten Fahne“ hängt. Die Stele soll das Wandbild in den historischen Kontext setzen und die Opfer der SED-Diktatur aus dem Kreis der Kulturschaffenden würdigen. Dazu hat die FDP-Fraktion jetzt einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, der auch im Ausschuss für Erinnerungskultur behandelt werden wird.

Dazu erklärt Jens Genschmar, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

"Das Anliegen, den historischen Kontext des Wandbildes "Der Weg der roten Fahne" herzustellen, gehört in den Bereich der städtischen Erinnerungskultur und ist uns als freiheitliche Demokraten wichtig. Das Wandbild befindet sich an einer sensiblen Stelle mitten im historischen Stadtzentrum und wird bislang nicht erklärt. Denn die Darstellung der Entwicklung Dresdens vom Fischerdorf hin zur sozialistischen Großstadt in der Stilrichtung des "Sozialistischen Realismus" symbolisiert in erster Linie das Meinungsmonopol des DDR-Staates im künstlerischen Bereich. Das von der SED-Führung in Auftrag gegebene Wandbild steht damit im Gegensatz zum Schicksal vieler Kulturschaffender Dresdens, die sich nicht frei von staatlicher Zensur ausdrücken durften, beobachtet und in ihrer Arbeit behindert wurden. Diese Dimension der Staatssicherheitsbehörde und der verfolgten Künstler, der Täter und der Opfer, steckt in dem Wandbild und sollte künftig besser erklärt werden. In der städtischen Erinnerungskultur müssen wir uns auch mit diesen Themen der jüngeren Vergangenheit auseinandersetzen und wir sollten das Wandbild daher mit einer Erinnerungsstele an die Opfer der SED-Diktatur im Kreis der Kulturschaffenden in Dresden in Kontrast setzen. Da das sanierungsbedürfte Wandbild in den kommenden Jahren mit dem Kulturpalast saniert wird, bietet sich genau jetzt die Chance, dieses Denkmal auch kulturpolitisch einzuordnen und in den historischen Kontext zu rücken."

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