Dresden
Rückblick : Lingnerstadt
Zastrow: "Entscheidung gegen die Lingnerstadt war falsch und wird nun richtig teuer"

(Dresden/03.07.2012) Nach Medienberichten liegt der Stadt nun das Ergebnis des Prüfauftrages zum Neubau eines technischen Rathauses im Wiener Loch oder am Ferdinandplatz gemeinsam mit den städtischen Unternehmen vor. Der Stadtrat hatte Ende des vergangenen Jahres diesen Prüfauftrag erteilt und eine Ansiedlung der Verwaltung in der Lingnerstadt in einem Mietobjekt verhindert. Das Ergebnis der erneuten Prüfung hat dabei die bereits lange bekannten Fakten bestätigt. Ein Neubau der Stadt wäre deutlich teurer, und die Flächen am Wiener Platz und am Ferdinandplatz sind von der Größe für eine gemeinsame Ansiedlung von Verwaltung und städtischen Unternehmen nicht geeignet.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat:

"Die vorliegenden Ergebnisse sind ein Offenbarungseid für die Entscheidungen des Dresdner Stadtrates. Die Ergebnisse belegen nur die bereits seit langem bekannten Fakten. Es hat sich nichts an der Situation von vor sechs Monaten geändert, es gibt keine neuen Informationen. Auch eine erneute Prüfung und Begutachtung kommt zu dem Schluss, dass eine Einmietung in die Lingnerstadt die preiswerteste und strukturell beste Lösung gewesen wäre - und immer noch ist. Leider hat der Stadtrat diese Chance im vergangenen Dezember vergeben. Diese leichtfertige Entscheidung wird nun langfristig richtig teuer für die Stadt, dies machen die Ergebnisse des Prüfauftrages deutlich. So brauchen viele der aktuellen Verwaltungsstandorte mittelfristig eine Modernisierung und ein städtischer Neubau für fast 100 Millionen Euro ist heute inzwischen noch viel weniger realistisch als vor sechs Monaten.

Die Entscheidung im Dezember war und ist ein klarer Beleg für die Entscheidungsschwäche des Stadtrates und die Unfähigkeit, laufende Debatten auch einmal zu beenden und klar zu entscheiden. Jedes Thema wird immer wieder endlos diskutiert, obwohl die Sachverhalte klar auf dem Tisch liegen. Damit werden immer wieder wichtige Investitionen verhindert und Investoren vergrault, beispielsweise der Investor, der im Falle Lingnerstadt bereit war, rund 70 Millionen Euro zu investieren. Der Stadtrat hatte die Chance, im vergangenen Dezember die Zukunft der städtischen Verwaltungsstandorte abzuräumen und sich wichtigeren Themen zuzuwenden. Jetzt wird auch dieses Thema zu einem Dauerbrenner und den Stadtrat über weitere Monate und vielleicht Jahre beschäftigen."

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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