Dresden
Rückblick :

Zastrow: "Eine Vollsperrung der Albertbrücke führt zu einem Verkehrskollaps in der gesamten Innenstadt - Brücke mit Schienenersatzverkehr wäre echte Alternative"

(Dresden/26.07.2012) Im Mai 2010 hat der Stadtrat die Sanierung der Alberbrücke für 22 Millionen Euro beschlossen, damals unter der eindeutigen und unzweifelhaften Aussage der Stadt, dass mit einer Interimsbrücke für Fußgänger und Radfahrer (1,75 Mio. Euro) die Albertbrücke für Straßenbahn und Individualverkehr während der gesamten Bauzeit offen gehalten werden kann. Nach der Fertigstellung der Interimsbrücke für inzwischen über 2,2 Mio. Euro überraschte die Stadtverwaltung mit neuen Plänen zur Sanierung der Brücke. Dabei wurden durch die Verwaltung eigenmächtig Umplanungen vorgenommen und beispielsweise die geplanten Beläge der Interimsbrücke verändert. Für den Ablauf der Brückensanierung ist nun entgegen der Aussage der Stadtverwaltung bei der Beschlussfassung des 22-Millionen-Euro-Projektes eine Vollsperrung der Brücke geplant, damit müssen rund 30.000 Autos auf andere Brücken vor allem im Stadtzentrum ausweichen.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

"Eine Vollsperrung der Albertbrücke führt zu einem Verkehrskollaps in der gesamten Innenstadt. Wie wichtig die Albertbrücke für Dresden ist, hat die 2011er Reisezeitstudie der TU Dresden noch einmal sehr anschaulich dargestellt. Bereits die damaligen Einschränkungen auf nur eine Spur für den Individualverkehr führten zu massiven Auswirkungen im gesamten Innenstadtbereich bis hin auf den Albertplatz. Eine Vollsperrung und damit die Umleitung von zehntausenden Autos quer durch die Innenstadt bis zu einer anderen Brücke bedeutet das komplette Verkehrschaos.

Dabei wäre eine Alternative ohne weiteres und ohne große Probleme umsetzbar, mit der Offenhaltung für den Individualverkehr und der Einrichtung von Schienenersatzverkehr kann auch der ÖPNV zu jeder Zeit über die Brücke fahren. Die Dresdner Verkehrsbetriebe haben schließlich genug Erfahrung mit dem Ersatzverkehr und sollten als hoch subventioniertes und rein städtisches Unternehmen auch in der Lage sein das zu leisten.

Damit wäre die Stadtverwaltung auch endlich wieder deutlich näher an der ursprünglichen Stadtratsvorlage, die eine offene Brücke versprochen hat. Denn der aktuelle Plan zur Sanierung der Alberbrücke ist das eklatanteste Bespiel für die Missachtung von Stadtratsbeschlüssen und eine schlampige Informationspolitik der Stadtverwaltung. Ohne Information an die Stadträte hat die Verwaltung alle Planungen vollständig über den Haufen geworfen und einen komplett neuen Ablaufplan einschließlich einer Vollsperrung für den Autoverkehr entworfen, welche durch die gebaute Interimsbrücke verhindert werden sollte.

Die Stadtverwaltung macht bei dem Thema Brückensanierung und Brückenbau einen absolut desolaten Eindruck. Dabei sind die permanenten Fehlplanungen und Streitigkeiten bei der Waldschlößchenbrücke genauso ein Beispiel wie die 'kleine Albertbrücke', die im Winter sogar zu einer Unfallgefahr für Radfahrer und Fußgänger wird, und zwar nur, weil auch hier die Stadtverwaltung die Planung eigenmächtig verändert hat.

Dieses ständige Ignorieren von Stadtratsbeschlüssen, andauernde Fehlplanungen, schlampige Vorlagen, permanente Kostensteigerungen und immer wieder eigenmächtige Veränderungen von Planungen und Abläufen zum Schaden aller Dresdner müssen endlich ein Ende haben. Als FDP-Fraktion fordern wir deshalb erneut, dass die ursprünglichen Planungen und Beschlüsse des Stadtrates zur Albertbrücke wieder umgesetzt werden und eine Vollsperrung ausgeschlossen wird."
 

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