Dresden
Rückblick : Kletterhalle

Städtische Förderung eines Kletterzentrums führt zu unfairen Wettbewerbsverhältnissen gegenüber privaten Kletterhallenbetreibern und die nächste Klage ist vorprogrammiert

(Dresden/16.05.2013) Der Betriebsausschuss für Sportstätten und Bäder hat in seiner gestrigen Sitzung mit einer Mehrheit die Förderung in Höhe von 400.000 Euro für den Neubau eines Kletterzentrums des Sächsischen Bergsteigerbundes beschlossen.

Dazu erklärt Barbara Lässig, sportpolitische Sprecherin der FDP-Stadtratsfraktion:

"Ich habe gegen die städtische Förderung eines neuen Kletterzentrums in Dresden gestimmt. Es kann nicht sein, dass wir als Stadt in Konkurrenz zu privaten Betreibern von Kletterhallen treten. Alle privaten Anbieter von Klettermöglichkeiten in der Stadt haben ihre Angebote mit eigenem unternehmerischem Risiko gestemmt, dabei eine lebhafte Branche mit einer gesunden Konkurrenz untereinander aufgezogen und dafür aber nie eine Förderung erhalten. Nun aber soll aus Steuergeldern finanziert noch ein weiteres Kletterzentrum errichtet werden, obwohl es bereits mehrere privat betriebene Kletterhallen mit einem hochwertigen Angebot gibt und eine weitere eigenständige Kletterhalle geplant ist. Die städtische Förderung eines neuen Kletterzentrums wird nunmehr zu unfairen Wettbewerbsverhältnissen gegenüber den privaten Betreibern führen.

Diese Ordnungspolitik ist falsch! Daher fordern wir die Oberbürgermeisterin auf, den Beschluss umgehend zu überprüfen und zurückzunehmen. Wir dürfen nicht als Stadt ohne Not in einen aus privaten Investitionen entstandenen Wirtschaftszweig eingreifen, durch städtisch geförderte Konkurrenz die bestehende Unternehmensstruktur kaputtmachen und gleichzeitig Klagemöglichkeiten schaffen. Darüber hinaus ist die erneute unvorstellbare Vorgehensweise des Sportbürgermeisters, „stimmt erst einmal ab, danach gibt es dann die Zahlen und Fakten“ an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Das erinnert mich an den Beschluss zum Dynamostadion – seitdem wird auch hier geklagt und gestritten!"

Termine
Do 14.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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