Dresden
Rückblick : Wirtschaft

(Dresden/04.06.2014) Die IHK Dresden hat gemeinsam mit der Handwerkskammer Dresden eine Standortzufriedenheits- analyse im Kammerbezirk Dresden erarbeitet. Dabei wurden 1485 Unternehmen, davon allein 329 aus Dresden, zur Zufriedenheit mit ihren Standortbedingungen befragt.
 
Zu den Ergebnissen erklärt FDP-Fraktionschef Holger Zastrow:
 
"Die Umfrage zeigt einmal mehr, dass Handwerk und Mittelstand in Dresden gegenüber dem Kammerbezirk deutlich benachteiligt sind. Hohe Steuern, Gebühren und Abgaben gehören für Dresdner Unternehmen mit zu den Hauptgründen der Unzufriedenheit. Insbesondere die Höhe der Gewerbesteuer wird kritisiert. 
 
Auf derartige „Siegerehrungen“ könnten wir lieber verzichten! Denn die kleinen und mittelständischen Unternehmen bilden das Rückgrat der Dresdner Wirtschaft. Oft genug hat sich im vergangenen Jahrzehnt gezeigt, wie schnell die vermeintlichen Leuchttürme in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und dann auch ganz schnell wieder aus Dresden verschwunden sind. Ohne Handwerk, Handel und Gewerbe wäre Dresden überhaupt nicht in der Lage gewesen, die Rückschläge im Bereich der Halbleiterbranche zu verkraften.
 
Die Stadt muss begreifen, welchen unschätzbaren Wert diese Unternehmen darstellen und dass man sie auch nicht immer weiter finanziell belasten darf, denn die meisten Unternehmen haben nur eine geringe oder gar keine finanzielle Rücklage. Dresden ist eben nicht München! Ohnehin stehen viele Unternehmen aufgrund ständig steigender Energiepreise und dem anstehenden Mindestlohn vor großen finanziellen Herausforderungen. Was jetzt endgültig vom Tisch muss, sind die Pläne zur Erhöhung der Grundsteuer, um all die städtischen Großprojekte zu finanzieren.
 
Ebenfalls erschreckend ist die Kritik am mangelhaft ausgeprägten Dienstleistungscharakter der städtischen Verwaltung. So liegt die Bearbeitungsdauer von Anträgen und Genehmigungsverfahren sogar auf Platz 2 der Unzufriedenheitsskala, verglichen mit dem Durchschnitt des Kammerbezirkes. Eine derartig vernichtende Kritik ist völlig unverständlich und unnötig. Die Verwaltung muss endlich begreifen, dass ihr Arbeitgeber der Steuerzahl ist. Unternehmen sind nicht Bittsteller, sondern willkommene Auftraggeber, ohne die es gar keine öffentliche Verwaltung gäbe. Das betrifft im Übrigen nicht nur Anträge und Genehmigungsverfahren, sondern auch die mangelhafte Information und Einbeziehung bei Straßenbaumaßnahmen, wie jüngst erst im Fall der Schandauer Straße."

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Do 23.11.2017
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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