Dresden
Rückblick : Friedliche Revolution von 1989
Der Hauptbahnhof Dresden heute

Zastrow: “Die Dresdner Ereignisse fanden bisher zu wenig öffentliche Beachtung. Als die Leipziger am 9. Oktober auf die Straße gingen, war Dresden bereits seit einer Woche im Ausnahmezustand!“

(Dresden/21.01.09) Der Stadtrat wird in seiner morgigen Sitzung über die Einführung eines lokalen Dresdner Gedenktages zur Erinnerung an die friedliche Revolution von 1989 befinden. Vorgeschlagen ist bisher der 8. Oktober, der Tag, an dem sich vor 20 Jahren die Gruppe der 20 formierte. Die FDP-Fraktion bekräftigt, vor dem Hintergrund des aufkommenden öffentlichen Disputes, die Notwendigkeit eines solchen Gedenktages, schlägt unter Berücksichtigung der lokalen Dresdner Ereignisse von 1989 als Alternative jedoch den 3. Oktober als Gedenktag vor.

Dazu erklärt der Stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Holger Zastrow:

„Ein solcher Gedenktag ist nicht nur sinnvoll, er ist dringend nötig, denn die Dresdner Ereignisse fanden bisher zu wenig öffentliche Beachtung. Völlig zu Unrecht, denn als die Leipziger am 9. Oktober auf die Straße gingen, war Dresden bereits seit einer Woche im Ausnahmezustand und die Staatsmacht hatte trotz des Einsatzes von Polizei und Armeeeinheiten kapituliert.

Der vorgeschlagene 8. Oktober als Gründungstag der Gruppe der 20 markiert zwar die entscheidende Wende auf Seiten der Machthaber des SED-Regimes, wäre jedoch ohne die Demonstrationen an den Tagen zuvor, mit bis zu 20.000 Teilnehmern und den ersten Befehlverweigerungen durch wehrpflichtige Bereitschaftspolizisten am 4. Oktober 1989, ebenfalls undenkbar. Ihren Ausgangspunkt hatten die Demonstrationen am Abend des 3. Oktober 1989 genommen, als ca. 2.000 Menschen am Dresdner Hauptbahnhof auf die vorbeifahrenden Züge mit den Prager Botschaftsflüchtlingen warteten.

Mit Blick auf die historischen Ereignisse des Herbstes 1989 sollte deshalb für Dresden der 3. Oktober als lokaler Gedenktag gewählt werden; der Tag an dem die Revolution in Dresden begann. Dabei ist die Tatsache, dass die Deutsche Wiedervereinigung genau ein Jahr später am 3. Oktober 1990 stattfand, für die künftige Erinnerungskultur von Vorteil. Dass der Deutsche Nationalfeiertag und das Dresdner Gedenken an die Revolution von 1989 auf denselben Tag fallen, macht deutlich, dass beide Ereignisse im Zusammenhang stehen und dürfte mit dazu beitragen, dass das feierliche Gedenken an den 89iger Herbst in Dresden nie in Vergessenheit gerät.“

Termine
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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