Dresden
Rückblick : Ostragehege
"Wunderbares Dresden" droht zu scheitern

Zastrow: „Dresden braucht neue Attraktionen - nur Zwinger und Frauenkirche werden auf Dauer nicht reichen!“

(Dresden/14.05.2009) Das Projekt „Wunderbares Dresden“ droht an den Preisvorstellungen der Stadt für die denkmalgeschützte „Schweinehalle“ des ehemaligen Schlachthofes zu scheitern. Die Initiatoren hatten auf einen symbolischen Preis für die laut Verkehrswertgutachten 550.000 EUR teure Halle gehofft, hätten im Gegenzug allerdings auch deren denkmalgerechte Sanierung übernommen.

Dazu erklärt der Stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende, Holger Zastrow:

„Dresden braucht neue Attraktionen - nur Zwinger und Frauenkirche werden auf Dauer nicht reichen! Eine Zeitreise in das Dresden vor 1945 dürfte Jung und Alt, Dresdner und Touristen gleichermaßen faszinieren. Das „Miniatur Wunderland“ in der Hamburger Speicherstadt zeigt, welche Besucherzahlen mit derartigen Modellen generiert werden. Eine solche Attraktion könnte als Nebeneffekt auch eine Initialzündung für die alten Pläne einer Kunst- und Kulturspange werden. Die Nähe zur Messe sollte dabei für zusätzliche Impulse sorgen.

Die Unterstützung der Stadt durch ein Entgegenkommen beim Grundstückspreis ist ein auch bei Firmenansiedlungen der Vergangenheit immer wieder praktiziertes, erfolgreiches Verfahren. Selbst am Neumarkt hat sich Dresden ähnlicher Steuermechanismen bedient. Damit würde sich die einmalige Chance bieten, die seit Jahren verfallende denkmalgeschützte Halle endlich einer sinnvollen und vor allen Dingen öffentlichen Nutzung zuzuführen. Der Verweis auf das Haushaltsrecht der Gemeindeordnung als Haupthinderungsgrund für einen symbolischen Preis ist eine reine Schutzbehauptung der Verwaltung. Wenn ein besonderes öffentliches Interesse vorliegt, kann selbstverständlich von den Grundsätzen der Veräußerung zum vollen Wert abgewichen werden. Darüber hinaus könnte die Stadt auch prüfen, ob nicht ein Erbbaurecht für die Initiatoren eine akzeptable Alternative wäre.

Die Verkehrswerte der Gutachter sind theoretische Größen, die meist an den Realitäten des Marktes scheitern. Der Preis bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage. Die aktuelle Finanzkrise dürfte kaum die Rahmenbedingungen dafür bieten, auf dem Grundstücksmarkt Maximalpreise zu erzielen. Wenn die Stadt noch lange wartet, dürfte sich die Frage einer denkmalgeschützten Sanierung der Halle bald nicht mehr stellen, weil Witterung und Vandalismus ihren Tribut gefordert haben.“ 

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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