Dresden
Rückblick : Bildung & Kultur
Japanisches Palais(Dresden/22.08.2009) Zur Darstellung der sächsischen Geschichte in seiner Gesamtheit schlägt die FDP Sachsen vor, im Japanischen Palais in Dresden ein Sächsisches Nationalmuseum einzurichten. "Leider gibt es in Sachsen keinen Ort, an dem kompakt, vollständig und auf wissenschaftlicher Grundlage über die sächsische Geschichte informiert wird", erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP Sachsen und Dresdner Stadtrat.

"Diesen Ort wollen wir in Dresden in Form eines Sächsischen Nationalmuseums im Japanischen Palais am Neustädter Elbufer schaffen." 20 Jahre nach der friedlichen Revolution und 19 Jahre nach Wiedererrichtung des Freistaates Sachsen sei es an der Zeit, ein Museum zu schaffen, das die große Geschichte Sachsens sichtbar und erlebbar macht.

Das Nationalmuseum soll sich als Haus der Sächsischen Geschichte vor allem an die Jugend richten und auf wissenschaftlicher Basis politische und geschichtliche Bildung vermitteln. "Es ist eine schöne Vorstellung, wenn in einigen Jahren jede sächsische Schulklasse mindestens einmal in ihrer Schulzeit das Nationalmuseum besuchen wird. Dabei stellen wir uns das Haus nicht als statisches Museum, sondern als interaktive Geschichtserlebniswelt vor", sagt Zastrow.

Von der Zeit der ersten slawischen Stämme über die Völkerwanderung, die Wettiner, die Industrialisierung Sachsens, die Weltkriege und die Zeit der deutschen Teilung bis zur friedlichen Revolution sollen alle Epochen sächsischer Geschichte abwechslungsreich und mit modernsten technischen und künstlerischen Ausstellungsmethoden dargestellt werden.

Beispiele für ähnliche Einrichtungen finden sich neben dem Haus der Geschichte in Bonn auch mit dem Bayrischen Nationalmuseum und dem Haus der Geschichte Bayerns, dem Haus der Geschichte Baden-Württembergs, aber auch im Ausland mit den Okkupationsmuseen in Riga (Lettland) und Tallin (Estland) sowie dem flämischen Museum in Diksmuide (Belgien).

Das Japanische Palais, für das seit einiger Zeit neue Nutzungskonzepte gesucht werden, ist aus Sicht der FDP der ideale Ort für ein Sächsisches Nationalmuseum. Da das Palais nicht in der Nachbarschaft der Kunstmuseen auf der Altstädter Elbseite liegt, eignet es sich hervorragend zur Aufnahme eines völlig neuen Museumskonzeptes. Mit einem Haus der Geschichte lassen sich andere Besuchergruppen ansprechen als mit Gemälden, Porzellan und Kunstschätzen. Gerade weil das Nationalmuseum besonders Schulklassen und Studenten aus Sachsen selbst und Geschichtsinteressierte ansprechen soll, wäre die Ansiedlung eines solchen Museums außerhalb des touristischen Kernbereiches um Frauenkirche, Schloss, Zwinger und Semperoper sinnvoll. Zudem würde es zu einer Belebung des Neustädter Elbufers, des Palaisplatzes und der Neustadt um Haupt- und Königstraße kommen."

Nach Auffassung der FDP soll das Museumskonzept durch eine permanente Öffnung des Japanischen Palais für Kunstprojekte, Sonderausstellungen und Veranstaltungen unterschiedlicher Art sowie eine dauerhafte gastronomische Bewirtschaftung im Erdgeschossbereich und die Nutzung des Parks für Veranstaltungen wie das sich auch in diesem Jahr großen Zuspruchs erfreuende "Sommerpalais" ergänzt werden.

Zastrow kündigte an, im Falle einer Beteiligung der FDP an der künftigen Landesregierung die Idee eines Sächsischen Nationalmuseums in die Verhandlungen mit der CDU mitzunehmen.

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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