Dresden
Rückblick : Medienecho

- Dresdner Kriegsopfer haben Anspruch auf ein würdevolles, öffentliches Gedenken

Nach der Veröffentlichung des Abschlussberichts der Historikerkommission zu den Luftangriffen auf Dresden zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 entwickelte sich eine öffentliche Debatte über den würdigen Umgang mit den 19.000 Opfern der Bombardierung. Das Register der Toten ist momentan nicht öffentlich zugänglich und die Stadtverwaltung befasst sich noch mit der Vorbereitung eines Konzepts, wie mit den Ergebnissen der Historikerkommission verfahren werden soll. Stadträte der Grünen, der SPD und der Linken hatten daher Totenbücher oder Listen in Archiven angeregt, in die Einsicht genommen werden solle.

Sächsische Zeitung greift Vorschlag des Fraktionsvorsitzenden auf.

Diese Empfehlungen hält der Fraktionschef der FDP-Stadtratsfraktion, Holger Zastrow (MdL) für nicht angemessen genug. Die Sächsische Zeitung griff am 1. Juni 2010 den Vorschlag von Holger Zastrow für einen öffentlichen Gedenkort und ein Denkmal mit den Namen der Getöteten im Stadtzentrum auf und berichtete. „Wir haben geradezu die Pflicht, den Opfern ein Andenken zu bewahren und, zumindest in den Fällen, wo dies möglich ist, eine Identität zurückzugeben“, zitiert die Zeitung den FDP-Fraktionsvorsitzenden. Ein öffentlichen Gedenkort werde gerade für die Nachkriegsgenerationen dazu beitragen, zu begreifen, dass hinter jedem Toten auch ein menschliches Einzelschicksal steht, mit einem Namen und einer Biografie, mit zerstörten Hoffnungen und Träumen. Nur auf diese Weise, so Zastrow, werde sich dauerhaft eine emotionale Bindung zu den Opfern bewahren lassen.

Gleichzeitig regte der FDP-Fraktionschef an, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bei der Entscheidung über den Umgang mit den Ergebnissen der Historikerkommission in die künftige Form des Gedenkens einzubeziehen. Dresden sei gut beraten, den Rat der Fachleute dieser international anerkannten und erfahrenen Institution anzunehmen.

Kriegsgräberfürsorge signalisiert ebenfalls Unterstützung für Zastrow Vorstoß.

Der Stadtverband Dresden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der laut Sächsischer Zeitung für „Ratschläge bereit steht“, unterstützt darüber hinaus auch Zastrows Vorschlag für ein Denkmal der Dresdner Kriegsopfer. Auch seiner Auffassung nach gebieten es Humanität und Pietät, dass ein öffentlicher Ort der Trauer geschaffen wird, der zugleich der Möglichkeit zum individuellen Gedenken Raum lässt.

Es ist ein guter und ehrenhafter Vorschlag, den Opfern an einem würdigen Gedenkort ihre Namen zu geben. Und es bleibt zu hoffen, dass sich Stadtpolitik und Stadtverwaltung entschließen, ein Denkmal der Namen Dresdner Kriegsopfer zu errichten. „Dresdner werden bereit sein, dafür zu spenden“, so die Sächsische Zeitung in einem früheren Beitrag.
 

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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